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Karte: Magistrat Graz | Stadtvermessungsamt

Grünes Netz Graz (GNG)

 
 
Strategie für ein vernetztes Grünsystem

Die Stadt Graz verfügt über eine Vielzahl an Grünräumen und Grünelementen. Während prominente Grünbereiche und Parkanlagen, wie der Schlossberg oder der Burggarten, weitestgehend abgesichert sind, sind Freiräume insbesondere an den Siedlungsrändern einem ständig steigenden Siedlungsdruck ausgesetzt. Durch die fortschreitende Siedlungsentwicklung besteht zudem die Gefahr, dass zahlreiche Grünelemente wie Fließgewässer mit ihrem Ufergehölz, Alleen, Einzelbäume, Hecken und Vorgärten negativ beeinflusst oder sogar verloren gehen.

Um einerseits dem schleichenden Verlust an Grünraum im Grazer Stadtgebiet entgegen zu wirken und andererseits der Bevölkerung eine alternative Möglichkeit der Fortbewegung zum PKW zu bieten, wurde die Erstellung eines Strategie- und Maßnahmenplanes zur vernetzten Fortbewegung auf attraktiven Grünen Wegen durch Graz entwickelt, der als Masterplan "Grünes Netz Graz" mittel- bis langfristig seine Umsetzung finden wird. Mit diesem gesamtstädtischen Strategiepapier wird gewährleistet, dass bei punktuellen Interventionen (Bauanträge, Bebauungsplanung etc.) die funktionale Vernetzung im Stadtgefüge nicht übersehen wird. Um einen kompetenten Partner zur Ausarbeitung dieses Konzept zu finden, wurde ein österreichweites zweistufiges Vergabeverfahren durchgeführt. Das Planungsbüro "stadtland" ging dabei als Bestbieter hervor und wurde mit der Erstellung des Konzeptes betraut. Der Letztbericht liegt seit September 2007 in Form der Broschüre "Grünes Netz Graz" vor. Dieser Bericht kann als PDF-Datei downgeloadet, oder als Hochglanzbroschüre in der Stadtbaudirektion, am Europaplatz 20 (5. Stock), kostenlos erworben werden.

 
 
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Ziele und Funktionen

Was sind nun die wesentlichen Ziele und die damit verbundenen Funktionen, die erreicht werden sollen, und welcher Nutzen und welche Chancen ergeben sich für die Stadt aus diesem Konzept? Die Hauptintention ist das Erreichen einer umfassenden Stadtentwicklung im Sinne der anwesenden Bevölkerung, d.h. gleichrangige Bewertung bei der Entwicklung von Grün- und Freiräumen zur übrigen Infrastruktur wie Verkehr, Wohnen und Arbeiten. Damit ist im Detail das Erhalten und Verbessern der Lebens- und Wohnqualität durch das Sichern, Gliedern und Vernetzen der bestehenden Grün-, Freiräume und Stadtteile gemeint.

Um eine optimale Vernetzung zu erreichen, kann diese nicht nur innerhalb der Stadt erfolgen, sondern muss auch mit dem die Stadt umgebenden Freiraum sichergestellt sein. Durch eine spürbare, das Stadtbild aufwertende Gestaltung soll die Freiraumqualität für die im Quartier lebenden und arbeitenden Menschen verbessert werden. Um diese Ziele zu erreichen, baut das Grüne Netz im wesentlichen auf vier Grundfunktionen auf:

- Einer „ökologischen und stadtklimatischen Funktion", die den Lebensraum für im Stadtgebiet vorkommende Tiere und Pflanzen vergrößert, die „Grünen Inseln" der Stadt verknüpft und den Luftaustausch verbessert und durch verstärkte und gezielte Bepflanzungen Staub und Schadstoffe aus der Luft filtert kann.

- Einer „Verbindungsfunktion" über Grüne Wege, Alleen, verkehrsberuhigte Straßen und Wege entlang von Gewässern und Grünflächen, die das Zufußgehen und Radfahren angenehmer gestaltet, die Verkehrssicherheit erhöht und somit für Wege zu Kindergärten und Schulen, zum Amt und zur Arbeit bestens geeignet ist. Es fördert auch den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsarten.

- Weiters mit einer „Erholungsfunktion", die bereits vor der Haustür beginnt. Bereits der Weg zu Naherholungsgebieten, Parks, Sport- und Spielflächen führt im Grünen durch Alleen oder autofreie Zonen. Der Weg ist schon Erholung und ermöglicht somit auch den BewohnerInnen von dichten Stadtvierteln Raum zum Spazieren, Spielen und sich Aufhalten.

- Und abschließend die „Gestalterische Funktion": das unverwechselbare Stadtbild von Graz wird auch von Grünelementen geprägt, prominenteste Beispiele dafür sind wohl der Schlossberg mit Stadtpark oder die Uferbereiche der Mur. BewohnerInnen identifizieren sich mit den Grünelementen ihrer Stadt oder ihres Stadtteiles. Die Stadt wird durch das Grüne Netz gegliedert und die Orientierung erleichtert.

 
Die Umsetzung
Wie sollte nun die Umsetzung erfolgen? Ein Problem, mit dem sich fast jede größere Stadt auseinander zu setzen hat, ist, dass eine Vielzahl an Studien und Sachprogrammen zur städtischen Grünraumpolitik vorliegen, deren Umsetzung jedoch schnell an der Dimension und den damit verbundenen Kosten scheitert. Daher musste ein Teilinstrument gefunden werden, das eine Umsetzung in kleinen Schritten ermöglicht und Einzelmaßnahmen erkennbar in einen stadtweiten Zusammenhang setzen kann.

Das Grüne Netz versteht sich als Strategiepapier zur Stadtentwicklung. Als Konzept soll es Defizite im Netzwerk ökologischer und verkehrlicher Verbindungen sichtbar machen und daraus einen klaren Handlungsbedarf für die weitere städtebauliche Entwicklung definieren. Es zielt neben kurzfristigen Maßnahmen vor allem auf einen mittel- bis langfristigen Realisierungshorizont ab. Die Umsetzung erfolgt schrittweise und, wenn möglich, im Zusammenhang mit anderen Baumaßnahmen, wie z.B. im Zuge von Straßenumbauten oder bei der Umnutzung von größeren und kleineren Arealen. Das Spektrum der Maßnahmen reicht dabei von kleinen, lokalen Aktionen (wie z.B. das Pflanzen von Einzelbäumen) bis zu großen Entwicklungen von stadtteilweiter Bedeutung (z.B. Gestaltung einer grünen Achse mit größeren Grünflächen, Alleen und Verbindungswegen).

Das Grüne Netz ist kein zusätzliches Element zur Stadtentwicklung, das isoliert neben anderen Planungsinstrumenten die Lebensqualität in der Stadt heben und Freiräume sichern soll. Vielmehr baut es auf den vorliegenden Instrumenten und deren Festlegungen auf und erfährt seine Realisierung wiederum durch die bestehenden Planungsinstrumente und deren Umsetzung (Flächenwidmungsplan, Bebauungspläne, Erschließungskonzepte, Stellungnahmen zu Bauanträgen, Infrastrukturmaßnahmen usw.).

 
Das Digitale Netz

Das Grüne Netz, das eine Maschenweite zwischen 500 und 600 m aufweist und in der Summe ca. 560 km lang ist, wurde auf GIS-Basis erarbeitet. Dazu wurde das Netzwerk in fast 2.000 Einzelabschnitte eingeteilt, für die jeweils Grundlagendaten und Handlungsbedarf (Maßnahmen) in einer Datenbank festgehalten wurden und von allen Magistratsabteilungen der Stadt Graz für eine laufende Bearbeitung abrufbar sind. Es kann somit rasch in Erfahrung gebracht werden, ob bei einem Projekt oder einer Planung in der Stadt Graz (z.b. Wohnbau- oder Straßenbauprojekte) ein Teilabschnitt des Grünen Netzes betroffen ist und welche Maßnahmen sich daraus ergeben: z.B. Erhalt des Baumbestandes, Durchgrünung des Straßenraums oder Herstellung einer Wegeverbindung.


Einerseits ermöglicht dies eine schrittweise Umsetzung des Grünen Netzes in Kombination mit anderen Maßnahmen, andererseits wird gewährleistet, dass vorhandene wertvolle Elemente des Grünen Netzes nicht schleichend, z.B. durch Bautätigkeiten, verschwinden. Umsetzungsmaßnahmen für das Grüne Netz selbst erfolgen auf Basis der erhobenen Grundlagendaten über speziell auszuarbeitende Detailprojekte unter Einbindung der betroffenen Bevölkerung und Fachstellen.

 
Ansprechpartner:

Fachliche Zuständigkeit: 

Dipl. Ing. Erik Wüster (A10/BD Stadtbaudirektion)
Projektkoordination

Tel.: +43 (316) 872-3523
Fax: +43 (316) 872-3509
E-Mail: erik.wuester@stadt.graz.at


Online Service:

Erwin Wieser (A10/6 Stadtvermessungsamt)
WebGIS, WebOffice, Navigation

Tel.: +43 (316) 872-4125
Fax: +43 (316) 872-4109
E-Mail: erwin.wieser@stadt.graz.at

 
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